Broschüre und Information für Mitarbeitende

Vermögen aufbauen mit betrieblicher Altersversorgung

Wie aus einem überschaubaren Nettoaufwand ein deutlich größerer Anlagebetrag werden kann und warum Zeit beim Vermögensaufbau eine entscheidende Rolle spielt.

Kurz erklärt

Was ist betriebliche Altersversorgung?

Die betriebliche Altersversorgung, kurz bAV, ist ein zusätzlicher Vorsorgebaustein über den Arbeitgeber. Ein Teil des Bruttogehalts kann in eine spätere Altersleistung umgewandelt werden. Steuer- und Sozialabgabeneffekte können den persönlichen Nettoaufwand reduzieren. Hinzu kommt bei Entgeltumwandlung ein Arbeitgeberzuschuss, soweit der Arbeitgeber Sozialversicherungsbeiträge einspart.

Der Vermögenshebel

Aus einem Nettoaufwand wird ein größerer Vorsorgebeitrag

Der zentrale Gedanke: Es zählt nicht nur, was Sie monatlich spüren, sondern welcher Beitrag langfristig für Ihre Altersversorgung arbeitet.

54 EUR persönlicher Nettoaufwand
46 EUR Steuer- und Abgabenersparnis
15 EUR Arbeitgeberzuschuss
115 EUR monatlicher Anlagebetrag

Gerundetes Broschürenbeispiel für Jonas: 4.000 EUR Monatsbrutto, Steuerklasse I, kinderlos, Berlin, ohne Kirchensteuer, gesetzlich versichert, 100 EUR Entgeltumwandlung und Berechnungswerte 2026. Der tatsächliche Nettoeffekt ist individuell und kann abweichen.

Wichtig für die Entscheidung

Eine bAV kann attraktiv sein, muss aber zur persönlichen Situation passen. Zu prüfen sind unter anderem Steuern, Sozialversicherung, bestehende Vorsorge, Arbeitgeberzuschuss, Vertragsbedingungen, Anlageform, Kosten, Rentenbeginn und Auswirkungen auf spätere Leistungen.

Drei Lebenssituationen aus der Broschüre

Gleicher Anlagebetrag, unterschiedlicher Nettoaufwand

Die Modellpersonen zeigen, warum eine persönliche Berechnung wichtig ist. Alle drei investieren im Basismodell monatlich 115 EUR in die bAV. Der Nettoeffekt unterscheidet sich durch Einkommen und Steuerklasse.

Lea, 25 Jahre, Modellperson der bAV-Broschüre.

Lea · 25 Jahre

56,58 EUR Nettoaufwand

Monatsbrutto
3.000 EUR
Steuerklasse
I
Anlagebetrag
115 EUR
Zinseszinsgrafik für Lea: privates Sparen und bAV im modellhaften Verlauf bis 67.
Zins und Zinseszins bis 67
Leas Modellrechnung ansehen
Jonas, 28 Jahre, Modellperson der bAV-Broschüre.

Jonas · 28 Jahre

53,91 EUR Nettoaufwand

Monatsbrutto
4.000 EUR
Steuerklasse
I
Anlagebetrag
115 EUR
Zinseszinsgrafik für Jonas: privates Sparen und bAV im modellhaften Verlauf bis 67.
Zins und Zinseszins bis 67
Jonas' Modellrechnung ansehen
Mara, 30 Jahre, Modellperson der bAV-Broschüre.

Mara · 30 Jahre

58,92 EUR Nettoaufwand

Monatsbrutto
4.000 EUR
Steuerklasse
III
Anlagebetrag
115 EUR
Zinseszinsgrafik für Mara: privates Sparen und bAV im modellhaften Verlauf bis 67.
Zins und Zinseszins bis 67
Maras Modellrechnung ansehen

Gemeinsame Annahmen: Berlin, kinderlos, keine Kirchensteuer, gesetzlich versichert, keine Freibeträge oder Sonderzahlungen. Berechnungsstand 2026. Bei Steuerklasse III wird nur der monatliche Lohnabrechnungseffekt gezeigt, nicht die endgültige gemeinsame Einkommensteuer.

Vertiefung aus der Broschüre

Maximale mögliche Förderung in 2026 als zweite Modellvariante

Neben dem 100-EUR-Basismodell zeigt die Broschüre eine vertiefende Modellrechnung mit 293,91 EUR Entgeltumwandlung und 44,09 EUR Arbeitgeberzuschuss. Daraus ergibt sich ein monatlicher Anlagebetrag von 338 EUR.

Entgeltumwandlung293,91 EUR
Arbeitgeberzuschuss44,09 EUR
Anlagebetrag338 EUR

Auch diese Variante ist eine Modellrechnung. Fördergrenzen, Arbeitgeberregelungen, Zuschusshöhe und persönlicher Nettoaufwand müssen vor einer Entscheidung individuell geprüft werden.

Mitarbeitende besprechen Unterlagen zur betrieblichen Altersversorgung.

Für Mitarbeitende

Erst verstehen, dann persönlich entscheiden.

Die Broschüre und diese Seite erklären die Mechanik. Im persönlichen Gespräch wird geprüft, welcher Beitrag zur eigenen Lebensplanung passt, welche Anlageoptionen zur Verfügung stehen und ob Bausteine zur Berufsunfähigkeits- oder Todesfallabsicherung Teil der betrieblichen Lösung sein können.

Digitale Broschüre herunterladen

Ablauf

So kann die Mitarbeiterinformation ablaufen

1. Überblick

Sie erhalten eine verständliche Einführung in bAV, Entgeltumwandlung und Arbeitgeberzuschuss.

2. Einordnung

Die Vor- und Nachteile werden anhand typischer Lebenssituationen erklärt.

3. Persönliche Fragen

Offene Punkte zu Beitrag, Wechsel, Familienphase oder bestehenden Verträgen werden gesammelt.

4. Entscheidung

Erst danach wird geklärt, ob und in welcher Höhe eine Teilnahme sinnvoll ist.

FAQ

Häufige Fragen vor der Teilnahme

Die Antworten sind bewusst allgemein gehalten. Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen, Versorgungsordnung und persönliche Situation können zu anderen Ergebnissen führen.

Muss ich an der bAV teilnehmen?

Nein. Eine Entgeltumwandlung ist eine persönliche Entscheidung. Mitarbeitende können einen Anspruch auf Entgeltumwandlung haben, die konkrete Umsetzung erfolgt aber nach den Regeln des Arbeitgebers und der jeweiligen Versorgungslösung.

Warum ist der Nettoaufwand niedriger als der Bruttobeitrag?

Weil der umgewandelte Betrag in der Ansparphase häufig steuerlich und sozialversicherungsrechtlich begünstigt wird. Dadurch sinkt der Nettolohn in vielen Fällen nicht in voller Höhe des Beitrags.

Was passiert beim Arbeitgeberwechsel?

Je nach Versorgungslösung kommen insbesondere zwei Wege infrage: Übertragung beziehungsweise Übernahme durch den neuen Arbeitgeber oder private Fortführung. Auch eine Beitragsfreistellung kann möglich sein. Die konkrete Lösung sollte vor dem Wechsel geprüft werden.

Sind 6 % Wertentwicklung sicher?

Nein. Es handelt sich um eine langfristige Modellannahme. Die tatsächliche Wertentwicklung hängt unter anderem von der Auswahl und Wertentwicklung der gewählten Fonds, den Kosten und der konkreten Versorgungslösung ab.

Gibt es auch Nachteile?

Ja, mögliche Effekte auf gesetzliche Sozialleistungen, spätere Besteuerung, Kranken- und Pflegeversicherung im Rentenbezug, Kosten und Flexibilität müssen berücksichtigt werden.

Kann ich den Beitrag später ändern?

Das hängt von Arbeitgeberregelung, Versorgungsträger und Vertragsgestaltung ab. Häufig sind Anpassungen möglich, sie sollten aber sauber abgestimmt werden.

Nächster Schritt

Offene Fragen zur bAV klären

Für Mitarbeitende eignet sich zunächst die digitale Broschüre und ein kurzes Informationsgespräch. Für Arbeitgeber kann daraus eine strukturierte, auf das Unternehmen abgestimmte Mitarbeiterinformation entstehen.

Quellen und Hinweis

Stand: August 2026. Inhaltliche Grundlage sind allgemeine Informationen zur bAV, Entgeltumwandlung und Übertragung aus offiziellen Quellen wie BMAS und BetrAVG. Diese Seite ersetzt keine individuelle Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung.